PKD BOTTROP FAQ: HÄUFIGE FRAGEN ZUR PALLIATIVMEDIZIN

Haben Sie Fragen zur palliativen Versorgung, Beratung oder unseren Leistungen? Hier finden Patienten, Angehörige und Ärzte Antworten auf die wichtigsten Themen.
Unterstützen Sie uns durch Ihre Rückmeldungen – weitere Fragen gerne per Kontaktformular einreichen!

Was bedeutet Palliativ?

Der Begriff „palliativ“ stammt von den lateinischen Wörtern „pallium“ (Mantel) und „palliare“ (umhüllen, verbergen). Palliative Versorgung möchte Beschwerden lindern, wenn eine Heilung nicht mehr möglich ist. Sie richtet sich nach den Bedürfnissen des Patienten und dem Verlauf der Erkrankung.

Bedeutet Palliativpatient zu sein, dass mein Sterben unmittelbar bevorsteht?

Nein! Palliativpatient sein, bedeutet nicht, dass das Lebensende unmittelbar bevorsteht.
Im Vordergrund der Palliativmedizin steht nicht die Heilung der Erkrankung, sondern die bestmögliche Lebensqualität. Die verbleibende Zeit ist abhängig von unterschiedlichen Faktoren und oft schwierig vorhersehbar.

Was macht der Palliativmedizinische Konsiliardienst?

Bei fortschreitender Erkrankung mit zunehmenden Beschwerden kommt es oft zu Unsicherheit und Ratlosigkeit. Symptome wie Schmerzen, Atemnot, Übelkeit, Angst und Unruhe treten nicht selten auf. Gemeinsam mit Haus- und Fachärzten möchten wir ihnen zur Seite stehen.

Ist der Palliativmedizinische Konsiliardienst ein Pflegedienst?

Nein. Wir sind kein Pflegedienst.
Unsere Arbeit erfolgt ergänzend zu den ambulanten Pflegediensten.

Ist mein Hausarzt weiterhin für mich zuständig?

Ja, ihr Hausarzt ist weiterhin für sie da!
Die Leistungen der Palliativmediziner*innen bzw. der PKD-Koordinator*innen ergänzen die Arbeit der Hausärztinnen/Hausärzte, der Fachärztinnen/Fachärzte, der stationären Einrichtungen sowie der ambulanten Pflegedienste. Die Palliativmediziner*innen des PKD können weder die hausärztliche noch die fachärztliche Betreuung übernehmen.

Die Hauptversorgung liegt weiter bei ihrem Hausarzt!

Wer übernimmt die Kosten?

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Vergütung der ambulanten Palliativversorgung in Westfalen-Lippe.

Menschen mit weit fortgeschrittenen unheilbaren Erkrankungen haben einen gesetzlichen Anspruch auf eine palliative Versorgung. Unsere Versorgung der Patienten beruht auf den Verträgen mit der Kassenärztliche Vereinigung Westfalen Lippe. Darin wird bestimmt, dass die Einschreibung ins Palliativnetz nur durch einen Haus- oder Facharzt erfolgen kann.

Die Verträge befinden sich auf der Webseite der KVWL.

Wie hoch sind die Kosten für Privatpatienten?

Auch Privatversicherte Patienten werden durch den PKD Bottrop betreut. Sie erhalten analog zu der oben genannten Vereinbarung eine Rechnung zum einfachen Satz. Da nicht alle privaten Kassen die Kosten vollständig, manche auch gar nicht, übernehmen, sollten sie dies im Vorfeld mit ihrer Kasse klären.

Informationen und Formulare zur Mitbehandlung für Privatversicherte Patienten finden Sie unter Downloads.

Ist der Palliativdienst immer erreichbar?

Das Palliativteam ist parallel zur hausärztlichen Versorgung und 24/7 erreichbar. Auch an Wochenenden und an Feiertagen. Bei Kontaktaufnahme in der Bereitschaftsphase findet zunächst eine telefonische Beratung und dann, wenn notwendig, ein Hausbesuch statt.

Wichtig!

Unsere Palliativmediziner und Koordinator*innen haben im Straßenverkehr keine Sonderrechte. Weder in regulären Dienstzeiten als auch während der Bereitschaftszeiten. Das bedeutet, dass bei unerwarteten, akut lebensbedrohlichen Situationen der Notruf über die 112 nicht ersetzt werden kann.

WICHTIGE RUFNUMMERN

Notdienste

Schnell und zuverlässig erreichbar – für Sie und Ihre Angehörigen

Kassenärztlicher Notdienst

116117

116117
KOSTENFREI • 24 STUNDEN

Für nicht lebensbedrohliche Beschwerden außerhalb der Praxiszeiten vermittelt der ärztliche Notdienst einen Hausbesuch oder gibt telefonische Beratung.

116117 anrufen

Notruf

Lebensbedrohliche Notfälle

112
EUROPAWEIT • KOSTENFREI

Bei lebensbedrohlichen Notfällen.

 

112 anrufen

Im Zweifel immer 112 wählen. Der kassenärztliche Notdienst (116117) ist für weniger dringende medizinische Probleme gedacht.

Letzte Bearbeitung: 09.07.2026